Basketball – dynamisch, sprungbetont und spielintensiv
Hohes Spieltempo, häufige Sprung- und Landebewegungen sowie schnelle Richtungswechsel prägen den Basketball.
Im Vergleich zu anderen Hallensportarten steht weniger der Körperkontakt, sondern vielmehr die dynamische
Eigenbewegung im Vordergrund. Daraus ergeben sich typische Belastungen und Verletzungsmuster – insbesondere
an den unteren Extremitäten sowie an Händen und Kopf. Durch gezielte Präventionsmaßnahmen lassen sich viele
dieser Verletzungen jedoch wirksam reduzieren.
Zahlen, Daten, Fakten – Verletzungen im Basketball
Stiftung Sicherheit im Sport (2025)
Die Auswertung der bei der ARAG Sportversicherung gemeldeten Vereinsunfälle im Jahr 2024 zeigt ein klares Verletzungsprofil im Basketball. Am häufigsten betroffen ist das Fuß- und Sprunggelenk. Es folgen Verletzungen des Kopfes sowie der Hand und des Handgelenks.
Diese Verteilung entspricht dem, was auch aus anderen Untersuchungen zum Basketball bekannt ist. Studien zeigen, dass insbesondere das Sprunggelenk im Basketball häufig verletzt wird. Das hohe Spieltempo sowie viele Abstopp- und Sprung- bzw. Landebewegungen können hierfür eine Ursache sein.
Auch Verletzungen am Kopf sowie an Hand und Handgelenk treten im Basketball regelmäßig auf, etwa in Folge von Stürzen oder Kollisionen.
Insgesamt wird deutlich, dass Basketball eine sehr dynamische Sportart ist, bei der schnelle Reaktionen, gutes Gleichgewicht und eine stabile Körperkontrolle eine wichtige Rolle spielen.
Wie kann das Verletzungsrisiko im Basketball gesenkt werden?
Gezielte Präventionsmaßnahmen können das Verletzungsrisiko im Basketball deutlich senken. Studien zeigen, dass insbesondere strukturierte Warm-ups und eine angepasste Trainingsgestaltung einen wichtigen Beitrag zur Verletzungsprävention leisten.
Ein bewährtes Beispiel ist die vom Internationalen Olympischen Komitee entwickelte App „GET SET“. Sie enthält eine Vielzahl leicht umsetzbarer Übungen mit Schwerpunkten auf Lauf- und Sprungbewegungen, Kräftigung sowie Ganzkörperstabilisation.
Auch die Schweizer bfu gibt praxisnahe Hinweise für ein sicheres Basketballspiel. Die richtige Schuhwahl und die Begutachtung des Bodens vor dem Spiel sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen.
Sportpraktisch haben sich vor allem Balance- und propriozeptives Training als wirksam erwiesen – insbesondere zur Prävention von Sprunggelenksverletzungen und zur Vermeidung von Wiederverletzungen.
Ein wirksames Warm-up muss nicht aufwendig sein. Bereits kurze, strukturierte Einheiten können sinnvoll in das Training integriert werden:
Mobilisation & Beweglichkeit (ca. 2 Minuten): Dynamische Mobilisationsübungen für Brustwirbelsäule, Hüfte und Sprunggelenk, z. B. Oberkörperrotationen mit Ball oder Sprunggelenksmobilisation im Ausfallschritt.
Laufkoordination & Aktivierung (ca. 3 Minuten): Lauf-ABC-Varianten, Seitgalopp sowie Vorwärts- und Rückwärtslaufen mit kurzen Stoppbewegungen zur Vorbereitung auf Start-Stopp-Belastungen.
Stabilisation & Kräftigung (ca. 3 Minuten): Übungen für Rumpf, Bein- und Schultermuskulatur wie Kniebeugen mit Ball, Unterarmstütz oder Schulterstabilisationsübungen.
Beinachsenstabilität & Landetechnik (ca. 2 Minuten): Einbeinstand mit Ball, kontrollierte Sprung- und Landebewegungen sowie seitliche Sprünge mit Fokus auf eine stabile und leise Landung.
Die Übungen können je nach Alters- und Leistungsniveau angepasst und schrittweise gesteigert werden.
Schutzausrüstung und sichere Turnhalle
Im Basketball spielen passende Ausrüstung und sichere Rahmenbedingungen eine zentrale Rolle:
Hallenschuhe mit guter Dämpfung und seitlicher Stabilität
Mundschutz zum Schutz vor Zahn- und Gesichtsverletzungen
Bandagen oder Orthesen nach Verletzungen (individuell abgestimmt)
Besonders wichtig sind normgerechte Gleiteigenschaften des Hallenbodens (DIN 18032). Ergänzend beschreibt die neue DIN TS 79183 Anforderungen an den sicheren Betrieb und die Nutzung von Sporthallen.
Checkliste vor der Hallennutzung
Ist der Boden sauber, trocken und rutschfrei?
Sind Körbe standsicher und korrekt eingestellt?
Sind Wand- und Eckbereiche gepolstert?
Liegen keine Gegenstände im Spielfeld?
Sind Linien und Markierungen gut sichtbar?
Ist das Material unbeschädigt?
Medizinische Betreuung und Begleitung von Basketballer*innen
Bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung gilt: Belastung sofort beenden und ärztlich abklären. Die Taschenkarte zur Erkennung von Gehirnerschütterungen unterstützt bei der Einschätzung.
Auch die Sporttauglichkeit spielt eine wichtige Rolle. Ärztliche Abklärung ist angezeigt bei Verdacht auf Herzprobleme, nach Erkrankungen des Herzmuskels oder nach Sportverletzungen.
Für die sichere Rückkehr in Training und Wettkampf bieten sportartübergreifende Empfehlungen zum Return to Play / Return to Competition Orientierung, z. B. durch die VBG.
Unser Fazit
Basketball stellt hohe Anforderungen an Schnelligkeit, Sprungkraft und Koordination. Besonders Sprunggelenks-, Kopf- und Handverletzungen sind typisch. Viele dieser Verletzungen lassen sich durch ein gezieltes Warm-up, sichere Hallenbedingungen und passende Ausrüstung deutlich reduzieren.
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