FAQ

Hier finden Sie Antworten zu den uns am häufigsten gestellten Fragen.

Treten Sportverletzungen häufig auf?

Sportverletzungen sind die zweithäufigste Verletzungsform nach Unfällen im Haushalt. Genaue Analysen, wie viele Unfälle im Sport passieren, gibt es nicht flächendeckend. Wir gehen davon aus, dass etwa 6% der sportlich aktiven Bevölkerung sich jährlich beim Sport verletzen. Das sind umgerechnet 2 Millionen Verletzungen, die einen Arztbesuch nach sich ziehen. Diese verteilen sich etwa zu gleichen Teilen auf den Vereinssport, Schulsport und den sonstigen oder frei organisierten Sport. Weitere Informationen finden Sie hier.

Gibt es Sportarten, bei denen man sich besonders häufig verletzt?

Es hängt immer im besonderen Maße vom persönlichen Trainingszustand und der Selbstkompetenz, Verletzungen zu vermeiden, ab. Sowohl im selbstorganisierten Freizeitbereich, wo eine große Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten zu Unfällen führen können, als auch im Wettkampfsport kann es zu Verletzungen kommen. Gut zwei Drittel der Sportunfälle und Verletzungen passieren in den Sportarten: Fußball, Handball, Basketball und Volleyball. Ein Diagramm zur Häufigkeit von Verletzungen in den verschiedenen Sportarten des Vereinssports finden Sie hier.

Gibt es eine Risikogruppe für Sportverletzungen?

Das größte Risiko besteht für junge Erwachsene – insbesondere für Männer im Alter zwischen 18-30 Jahren bei der Ausübung von Sportarten, die einen relativ großen Anteil an Sprüngen, Sprunglandungen und Richtungswechseln aufweisen. Dazu gehören Sportarten wie: Fußball, Handball, Volleyball, Basketball und Hockey. Allerdings sind nicht alleine die akuten Sportverletzungen von Bedeutung, sondern häufig die Verletzungsfolgen und Dauerschäden am.

Was muss ich bei Unfällen und Notfällen im Sport beachten?

Beim Training, Wettkampf und bei Veranstaltungen im Sport kann immer etwas passieren. Übungsleiter/innen und Trainer/innen tragen die Verantwortung für Ordnung und Sicherheit. Sie sollten auf Notfälle immer vorbereitet sein. Übungsleiter/innen sollten auf jeden Fall über eine gültige 1.-Hilfe-Ausbildung verfügen und diese alle zwei Jahre aktualisieren. Folgendes muss sichergestellt sein:

  • Ersthelfer vor Ort
  • 1. Hilfe Material ausreichend und funktionsfähig
  • Notrufabsetzbarkeit (Festnetz oder mobil mit genauer Standortangabe).
    Die Teilnehmer sind vor der Veranstaltung über das Notfallverhalten informieren.
  • Im Brandfall gilt: „Personenschutz vor Brandbekämpfung“, es muss für freie Flucht- und Rettungswege und gekennzeichnete Notausgänge gesorgt sein.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Erste Hilfe sowie eine Checkliste in diesem Dokument auf Seite 13.

Was verstehe ich unter einer PSA?

PSA bedeutet: persönliche Schutzausrüstung. Sie dient Sportlern in besonderen Gefahrensituationen und kann das Verletzungsausmaß verringern. Das Tragen von Schutzausrüstungen hängt von zahlreichen Faktoren ab. In vielen Sportarten gibt es bei der Wettkampfausführung Regelungen, die obligatorisch sind. Im selbstorganisierten Sport liegt es oft im persönlichen Ermessen des Sportlers, eine persönliche Schutzausrüstung zu tragen. Hier gilt es, die Tragequote von PSA, durch Entwicklung eines Verständnisses jedes Einzelnen zur Unfallprävention, zu erhöhen. Beispielhaft für eine persönliche Schutzausrüstung sind im Schneesport der Skihelm und weitere Protektoren.

Wie führe ich eine Gefährdungsbeurteilung im Verein durch?

Die Gefährdungsbeurteilung dient der Überprüfung der Sicherheitsorganisation des Sportvereins. Nach dem Arbeitsschutzgesetz, diversen Verordnungen und der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschriften 1 und 2) ist der Sportverein zur Durchführung und Dokumentation einer Gefährdungsbeurteilung verpflichtet.

Vorab kann ein Basis-Check helfen, die Sicherheit zu prüfen. Dieser sollte Folgendes beinhalten:

  • regelmäßige Überprüfung der Sportstätten und Geräte eventuell unter Zuhilfenahme von Fachkräften z.B. Fachkräfte für Arbeitssicherheit
  • Benennung und Ausbildung eines Sicherheitsbeauftragten
  • Sicherstellung der Qualifizierung der Beschäftigten
  • Gefahrenunterweisungen
  • Stellung von persönliche Schutzausrüstungen
  • Sicherstellen der 1. Hilfe (sachlich und personell)
  • Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von Feuerlöscheinrichtungen

Weitere Informationen finden Sie hier insbesondere im Kapitel 4.

Welche Trainingsprogramme sind besonders geeignet, um Verletzungen vorzubeugen?

Besondere Bedeutung in der Verletzungsprävention oder in der Wiederaufnahme des Trainings nach Verletzungen stellen sensomotorische Trainingsprogramme dar. Sie sollten vor allem: Balancetraining, Krafttraining, Gewandtheitsübungen und Sprungübungen enthalten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Was muss ich bei der Vorbereitung und Durchführung einer Sportstunde in Schule oder Sportverein beachten?

Gefahrenquellen sind vor der Sportstunde zu prüfen und auszuschließen:

  1. Technische Gefahrenquellen, dazu gehören bauliche Gefahren wie zu glatter Hallenboden, defektes Dach, ungesicherte Steckdosen, Glasfenster, Geräte und Inventar usw.
  2. Organisationsmängel in der Übungsstunde, wie zu viele Teilnehmer/innen, fehlende Hilfe- und Sicherheitsstellungen usw.
  3. Organisationsmängel in der Halle wie: Telefon, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Notausgänge usw. und Sicht auf Gefahrenquellen an bestimmten Orten wie Umkleideraum (Haken), Sanitärbereich, offene Türen und Fenster oder unbeaufsichtigte Geräte
  4. Personelle Gefahrenquellen, dazu gehören auf die Person des Sportleiters bezogene Gefahren wie: Bekleidung, Schmuck, Haare usw. fehlende Aufsicht, mangelnde Kenntnisse zu 1. Hilfe und die persönlichen Kompetenzen des Sportleiters.

Weitere Informationen finden Sie hier.