Sicherheit als Vereinsaufgabe verankern

Eigentlich ganz klar: Unversehrtheit und Unfallfreiheit sollten in einem Verein höchstes Gut sein. Vereine mit ihren ehrenamtlichen Strukturen haben jedoch eine Unmenge von Aufgaben zu stemmen, so dass Sicherheitsaspekte zu oft unter „müssten wir uns mal drum kümmern“ fallen. Eine Möglichkeit, die Sicherheit in allen Vereinsbereichen stets mitzudenken, ist ihre Verankerung in der Satzung und im Leitbild.

Diesen Gedanken stellte Claus Weingärtner an den Beginn der Tagung „Gesunde Mitglieder – gesunde Mitarbeiter – gesunder Sport. Sicherheit als Vereinsaufgabe“, die die Akademie des Sports des LandesSportBundes Niedersachsen gemeinsam mit der Stiftung Sicherheit im Sport am 1. März in Hannover ausgerichtet hatte. Die Teilnehmer hörten Vorträge zu Haftungsrecht, Arbeitsschutz, Betrieblichem Gesundheitsmanagement, Versicherungsleistungen. Viele interaktive Panels bezogen die Teilnehmer mit ein. Dabei wurde deutlich: Großvereine wie der als „best practice“ vorgestellte ASC Göttingen mit hauptberuflichen Sicherheitsbeauftragten haben es leichter, Sicherheit umfassend umzusetzen. Mittelgroße Vereine haben gute Ideen und gute Ansätze, sind aber aufgrund der Vielfältigkeit ihrer Aufgaben auf externe Hilfe angewiesen.

Der LandesSportBund Niedersachsen stellte abschließend die bereits existierenden Hilfen und Maßnahmen vor: Sicherheit ist etwa fester Bestandteil der Lizenzausbildungen. Angedacht ist zudem ein Qualifix-Baustein für Sicherheit im Sportverein, Zielgruppe Vereinsführungen.