„Nur mit klaren Zuständigkeiten ist erfolgreiche Sportunfallprävention möglich“

Wer ist in Deutschland für Sportunfallprävention zuständig? Die leider einfache Antwort: Für Prävention im Spitzensport, im Vereins-, Freizeit- und Breitensport niemand federführend.

Diese Feststellung stand im Mittelpunkt des Parlamentarischen Frühstücks, das die Stiftung am 21. Februar in Berlin ausgerichtet hat. 20 Abgeordnete und Büroleiter/innen aller Fraktionen aus den Bereichen Gesundheits- und Sportpolitik waren der Einladung gefolgt. Inhaltlich stieg Professor Dr. Sven Dieterich in das Thema ein: Sportunfälle sollten unbedingt unter dem Public Health-Gesichtspunkt betrachtet werden: Nötig seien verlässliche Zahlen über ihre Anzahl und Schwere – doch diese sind nur in Ansätzen vorhanden. Mehr noch: Es fehle in Deutschland grundsätzlich eine institutionelle Zuständigkeit für die Sportunfallprävention. Ein Ausweiten der Ressourcen sei dringend erforderlich.

Ähnlich argumentierte Stiftungsvorstand David Schulz: Eine klare Verortung der Sportunfallprävention sollte zweigeteilt erfolgen: Das Bundesgesundheitsministerium solle für den Vereins- und Freizeitsport zuständig sein. Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, das für den Spitzensport zuständig ist, solle sich des Themas in Hinblick auf diese Zielgruppe annehmen.

Zahlreiche konkrete Nachfragen der Abgeordneten zur Situation im Schulsport rundeten das Frühstück ab.