Erste öffentliche Online DACH-Tagung zur Sportunfallprävention und Sicherheit im Sport

Eine Premiere: Zum ersten Mal trafen sich die Organisationen, die sich um eine Reduzierung der Anzahl und Schwere von Sportverletzungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kümmern, zu einer Online-Tagung zusammen. Das Treffen an sich hat eine lange Tradition: Schon achtzehnmal fand die Veranstaltung statt, üblicherweise in Präsenzform unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Schwerpunktthema beim öffentlichen Teil am ersten Tag war die Sicherheit von Trampolinparks. Live zugeschaltet war Professor David Eager aus Sydney, Australien, ein ausgewiesener Experte für Risikomanagement speziell in Trampolinanlagen. Er schilderte wissenschaftliche Hintergründe wie die auftretenden Kräfte und wies auf Gefahren etwa beim Springen in Schnitzelgruben hin. Zudem gab er praktische Tipps, wie Betreiber von Trampolinhallen Prävention umsetzen können.

Österreich und die Schweiz verfügen über Daten zum Unfallgeschehen, die sie bei Hallenbetreibern erfragen. Aus ihnen ist abzulesen, dass Trampolinspringen zwar grundsätzlich nicht gefährlicher ist als viele andere Sportarten, aber dennoch manchmal fatale Unfälle, sogar Todesfälle passieren. Die Schweizer bfu berichtete über ihre Beratungen für Betreiber von Trampolinparks und die Zusammenarbeit für eine bessere Unfallprävention. In Deutschland ist die Stiftung Sicherheit im Sport Mitglied der DIN/ISO-Gruppe Trampolin und arbeitet so mit an einer Norm, die Standards setzen soll.

Weitere Fachvorträge etwa zur Sportstätten- und Sportgeräteüberprüfung sowie zur Finanzierung von Freizeitunfallprävention im Sozialversicherungssystem im europäischen Überblick vervollständigten den offenen Teil der Online-DACH-Tagung.

Der zweite, nicht-öffentliche Tag unserer DACH-Tagung widmete sich einzelnen Projekten der beteiligten Organisationen, die unter den zugeschalteten Experten diskutiert wurden. In der Abschlussrunde resümierten die Anwesenden die zwei Tage: Die „Premiere“ wurde als erfolgreich bewertet, die DACH-Tagung ist online und öffentlich auch erneut denkbar.